Mitteilung: An meine lieben Coconutleser.

March 24th, 2006

Zusaetzlich zu meinen Kurzgeschichten und Songtexten arbeite ich an einem spannenden Roman. Ich bitte meine Leser um Verstaendnis, dass ich nicht mein gesamtes Werk vorab im Internet zum Lesen zur Verfuegung stellen kann. Kein Schriftsteller der Welt wuerde das tun. Sobald meine Arbeit an dem Buch beendet ist, werde ich natuerlich meine Leser informieren.

Kurzgeschichten werden weiter folgen. Mr.Coconut wuenscht seinen lieben Lesern viel Glueck und alles Gute.

Fortsetzung folgt…

Kapitel 1, die Ankunft

February 16th, 2006

Fuer mich begann alles am 7.Januar 1992, als ich mit dem Nachtboot von Suratthani aus kommend, fruehmorgends auf der Insel Koh Samui landete. “Lamai, Chaweng, Maenam, Bophut “,riefen uns die Fahrer der Kleinbusse , der Taxis zu. Es herrschte ein heilloses Durcheinander an diesem Sammelplatz, viele Touristen, ich eingeschlossen, kamen zum erstenmal hierher. Wohin? Ein Wagen nach Chaweng fuhr ab, ich sprang auf.

Endstation war ein einfaches “Resort” direkt am Meer mit schoenen Holzhuetten, nur der Strand war schmutzig. Ich fragte einen Thai der uns begruesste, warum denn hier so viele Zigarettenschachteln, Pappbecher und Bierdosen liegen. “O last Night..Big Party”, unterbrach er mich, aber in 2 Stunden wuerde er den Strand saeubern.. .Meine Mitreisenden blieben, das Taxi fuhr nach Lamai, ich sprang auf.

Der Fahrer brachte mich an einen wunderschoenen Platz, mitten im Zentrum von Lamai. Die Hotelanlage nannte sich” Best Resort”. Sie machte ihrem Namen alle Ehre. Von Anfang an fuehlte ich mich dort sehr wohl. Kokosnussbaeume so weit das Auge reichte. Der Strand war sauber, das Meer ruhig und blau. Ich mietete einen Gartenbungalow mit der Nr. 10. Umstaendlich versuchte ich mit einem langen Messer vor meiner Eingangstuere eine Kokosnuss zu oeffnen. Ein junges Thai-Maedchen, ca. 25 Jahre, einen Kopf kleiner als ich nahm mir die Nuss und das Messer aus der Hand. “Plak..plak..”, ein Stueck Rinde flog weg. Mit dem Messer bohrte Sie ein Loch, das Ding war trinkbereit. Mit einem Nicken bedankte ich mich, Sie lachte. Das Kokosnusswasser schmeckte suess und fruchtig zugleich. Die Kleine gefiehl mir, sie hatte einen frechen Mund, kohlpechrabenschwarze, halblange Haare, weisse blitzende Zaehne, warme braune Augen, eine sexy Figur. Wir kamen ins Gespraech.

“Ich heisse Sombat bin 26 Jahre alt, komme aus Nakonsawan, habe 2 Toechter Nong Pae 7 Jahre, Nong Mei 4 Jahre, geschieden seit einem Jahr. Seit 6 Monaten arbeite ich nun im ” Best Resort” als Zimmermaedchen”, erzaehlte Sie mir. ” Tonight..you and me..we go out..together?” fragte ich Sie vorsichtig. Ein paar Brocken Englisch konnte Sie ja sprechen und auch verstehen. Um 10 Uhr abends klopfte es an meiner Tuere. Als ich Sie zum erstenmal im Bungalow kuesste…sagte Sie immer: “Boss..Boss look..!”, bis ich endlich verstand. Sie hatte panische Angst ihr Boss wuerde sie hier sehen..bei mir. Ich zog die Vorhaenge zu. “Boss no look..Boss no see..ok.”,beruhigte ich Sie. Es gelang mir.

Spaeter zeigte mir Sombat Lamai bei Mitternacht. Es war bombastisch, die vielen Farben, flackernde Kerzenlichter, ein exotischer Regenbogen eingehuellt in roetlichem Schimmer. Hand in Hand streiften wir die Hauptstrasse entlang, ich lernte den Tanzschuppen “Bauhaus” kennen, das Speiselokal” Flamingo”, die Disco” Mixed Pub” und natuerlich die “Bluesbar” die sich hinter dem “Mixed Pub”befand. Wir gingen zurueck, die Girls aus den “Apple-Bars” riefen:” Hello sexy man..sit down..please..welcome”. In einem Laden kaufte ich eine Flasche Bier. Sombat fuehrte mich ans Meer. Wir waren allein, hockten uns in den grobkoernigen Sand, tranken unser Bier, schauten in den sternklaren Himmel, umarmten uns, waren gluecklich.

In den naechsten Tagen lernte ich Lamai immer besser kennen. Meistens war es sehr heiss, ich spielte ein bisschen auf meiner Gitarre, lag im Bungalow, doeste vor mich hin, ging schwimmen, eine Kleinigkeit essen, die Zeit verging. Nachts um 11 Uhr freuten wir uns beide auf eine Nudelsuppe mit Huhn. In einer einfachen Suppenkueche schmeckte sie am besten..koestlich..grandios..voll nach Huhn. Man konnte nachwuerzen oder auch nicht.  Anschliessend spazierten wir ein wenig herum. Viele Leute waren nicht unterwegs, doch Menschen aus der ganzen Welt traf man hier.

An einer Kerzenscheinbar machten wir Halt, setzten uns. Ein gefuehlvoller Song von Richard Marx” Where ever you go..where ever you be..I be right there ..for you.”, klang angenehm aus den kleinen Boxen. Sombat legte ihre Hand in meine, alles war gut.

Ich befand mich auf einer romantischen Maercheninsel mit einem sinnlichen Traumgeschoepf an meiner Seite, tagsueber in einer Welt voll Sonnenschein und Kokosnuessen, nachts umgeben von erotischem Zauber.